15 | 10 | 2019

Entstehung


Gründung der Narrenvogtei Kolbingen


Am Fasnetmontag 1958 kamen Gottfried Dieth, Thomas Hipp (Schneider Thomas), Thomas Hipp (Johanns) und Gregor Schad
im „Ochsen" auf die Idee wieder eine richtige Kolbinger Fasnet zu organisieren.


Foto aus dem Jahr 2018 mit den Gründungsväter; von links Thomas Hipp (Johanns), Gottfried Dieth, Gregor Schad und NVK-Vorstand Markus Schad



Foto aus dem Jahr 2008 mit den Gründungsväter; von links Gregor Schad, Thomas Hipp (Johanns), Gottfried Dieth


Sogleich waren ca. 80 Unterschriften für einen Narrenverein zusammen. Eine Tellersammlung ergab als Startkapital stolze 32,60 Mark. Thomas Hipp eilte heim, um sein „Kundenbuch" aus der Schneiderei zu hohlen, in dem dann, nachdem die beschriebenen Seiten herausgerissen waren, die Gründung festgehalten wurde. Dieses Buch war dann fortan das Protokollbuch, Mitgliederverzeichnis und Kassenbuch in einem.

Nun galt es eine geeignete „Symbolfigur" zu finden. Weil die Kolbinger die „Gaiß" als Ortsnecknamen haben, war diese Tiergestalt lange im Gespräch, bis sich Gottfried Dieth, Schneider-Thomes Hipp und Fritz Schray auf die Figur des „Kolbinger Vogtes" einigten. Das „Häs" wurde entworfen und vom Schneider-Thomes als Muster gefertigt.

Umzug mit Gaiß

Am 19. Januar 1959 wurde das Gewand vom ersten Elferrat, dem Gottfried Dieth, Thomas Hipp (Schneider) Anton Hipp sen. (Musikdirigent), Anton Mattes, Wolfgang Ruf, Gottfried Müller, Gregor Schad, Alfred Waizenegger, Hans Nestel, Martin Hipp und Dieter Simon angehörten, gutgeheißen und in Fertigung gegeben.

Gottfried Dieth wurde Narrenvater und Thomas Hipp fungierte als Narrenmutter. Umzüge wurden organisiert, denen dann noch die „Gaiß" vorausging. Als Brauchtumsspiel wurde jene Szene aus dem „Vogt von Kolbingen" aufgeführt, „Da der Malefikant eben zurückgekehrt, um sich aufhängen zu lassen, dann von Ritter Hans Walter begnadigt und von der Dorfgemeinde zum „Vogt" ausgerufen wird."

Beim „Aufsagen" der ihm vorgeworfenen „Untaten" wurden allerlei entsprechende Vorkommnisse aus dem Gemeindeleben aufs Korn genommen und eingestreut, die dann natürlich großmütig vergeben wurden.

 

Narrentreffen 1979

Das 1. Narrentreffen der Narrenvogtei Kolbingen war ein Meilenstein in der Geschichte der Vereinsgeschichte.
 
Damals hatte man noch nicht viele Erfahrungen mit Zeltfesten im Winter. Auf dem rauhen Heuberg war es bis dahin gar fast undenkbar, der Witterung mit einem großen Zelt zu trotzen. Trotzdem ließen sich die Verantwortlichen damals nicht entmutigen und entschlossen sich schon ein Jahr zuvor, ein 1500 Mann fassendes Zelt samt Holzfußboden in Kolbingen zu errichten. Der Termin war damals schon eine Woche vor der eigentlichen Fasnet.

 

Gründung der Narrenfreunde Heuberg

Nachdem die Narrenvogtei, wie andere Vereine auch bei verschiedenen Narreningen nicht aufgenommen wurde trafen sich Verantwortliche mehrerer Narrenzünft Ende 1982 in Renquishausen, um die Gründung eines Narrenfreundschaftsringes zu erörtern.

In der Gründerversammlung am 19.01.1983 in Renquishausen wurde dann der Narrenfreundschaftsring "Narrenfreunde Heuberg" gegründet.

Gründungsmitglieder waren: Narrenzunft Bärenthal, Narrenzunft Böttingen, Narrenvogtei KolbingenHolzäpfelzunft Königsheim, Gullenzunft Renquishausen und Narrenzunft Reichenbach. Als 1. Ringpräsident wurde Hans-Werner Hafen, Zunftmeister aus Renquishausen, gewählt.

Die 1. Hauptversammlung fand am 07.10.1983 um 20.00 Uhr im Sportheim Kolbingen statt.

 

Narrentreffen 1984

Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Narrenvogtei, fand das 1. Ringtreffen der Narrenfreunde Heuberg in Kolbingen statt. 

 

Narrentreffen 1999

Zum 40. Geburtstag des Vereines richtete die Narrenvogtei zum zweiten mal das Ringtreffen der Narrenfreunde Heuberg aus.

 

Narrentreffen 2009

Zum 50. Geburtstag des Vereines richtete die Narrenvogtei ein kleines und feines Narrentreffen in Kolbingen aus.